Mache was I will

Photo: Toni Vescoli, ca. 1967

1968 hat die Welt verändert. Aus 50 Jahren Distanz lässt sich das ganz nüchtern konstatieren, egal, auf welcher Seite der Barrikaden man damals stand. 1968 hat den Glauben an die Autoritäten untergraben, hat den bürgerlichen Kanon beseitigt, hat den Weg zur modernen, improvisierten Kunst und zur Selbstbezogenheit der Gegenwart geebnet. 1968 hatte dafür einen eigenen Sound, eine eigene Musik: die Rockmusik. 1968 war eine Kulturrevolution, weil es die geltenden ästhetischen Kategorien auf den Kopf stellte und für einen kurzen Moment lang die Hoffnung nährte, es könne auch alles ganz anders sein.

In der Ringvorlesung «For the Times They Are A-Changing – 1968 in der Musik» gehen wir diesem Wandel nach. Wie die Politik in die Musik kam und wieder raus. Und was der Träume sonst noch waren, und wie sie sich im Dunst der Selbstberauschung auflösten. Klingende Geschichte mit Beispielen von Bob Dylan, Janis Joplin, Jimi Hendrix, Rolling Stones, The Doors. Und mit Live-Gast Toni Vescoli. Auch er sang damals: Ich mache was I will!

Höhepunkt der Reihe ist der Auftritt von Toni Vescoli. Gründer von Les Sauterelles, der ersten Popband der Schweiz, erzählt er über die damalige Zeit: Warum alles anders werden musste, was die Rolle des Vaters war, wie er zu seiner Sonnenbrille kam, warum alles politisch war und genauso unpolitisch – das Stimmungsbild eines Zeitgenossen, gewürzt mit ein paar Songs.

Toni Vescoli singt und erzählt
«Mache was I will»
Donnerstag, 17. Mai 2018, 19:30 – 20:45, Universität Zürich Zentrum.
Abendkasse ab 19:00.

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