Kurs: 21W-0220-21 RV 

Konzept: Robert Budaváry
Unser Umgang mit Zeit (HYBRID)

Zeitmangel, Zeitdruck, Zeit, die uns zwischen den Fingern zerrinnt: Der Umgang mit Zeit ist eines der grossen Themen des modernen Menschen. Wie funktioniert die Wahrnehmung von Zeit? Wie kommt unterschiedliches Zeiterleben zustande? Wir diskutieren, ob Zeit wirklich Wunden heilt und was es mit der «langen Weile» und «Brachzeiten» auf sich hat. Welche Bedeutung hat Zeit im sozialen Miteinander und wie finden wir das wirkliche Leben in der Zeit, die uns gegeben ist?

12.01. Wie die Zeit vergeht: Psychologie und Neurobiologie des Zeitgefühls (HYBRID)
PD Dr. Marc Wittmann
Die Zeit, wie wir sie alltäglich erleben, vergeht nicht stets im gleichen Tempo. Das haben wir während der Corona-Pandemie eindrücklich erlebt. In diesem Vortrag werden wesentliche Aspekte der menschlichen Zeiterfahrung im Zusammenhang mit Erkenntnissen der Hirnforschung vorgestellt. Unsere Erfahrung von Zeit ist einerseits eine existenzielle, andererseits ist sie grundlegend für das Verständnis von Körper und Geist. Wir selbst erschaffen mit unserer Körperlichkeit die subjektive Zeit.
Mi, 12.01.2022, 19:30 – 20:45
Hörsaalangabe beim Haupteingang, Universität Zürich-Zentrum mit Online-Übertragung (live), Rämistr. 71, 8006 Zürich

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Hinweis

Sie entscheiden spontan, ob Sie dieses Referat zu Hause oder vor Ort im Hörsaal verfolgen wollen. Nach der Buchung erhalten Sie den Kursausweis und damit das Eintrittsticket für die Uni. Zwei Stunden vor Vortragsbeginn erhalten Sie automatisch auch den Zoom-Link per Mail zugesandt und können sich so online zuschalten.


19.01. Wenn die Zeit im Kopf still steht (HYBRID)
Prof. Dr. Daniel Hell

Stillstehende Zeit kann Unterschiedliches bedeuten. Wenn wir uns langweilen, dehnt sich die Zeit. Sie wirkt wie angehalten. Für schwer depressive Menschen vergeht die Zeit nicht, weil sie selbst in der Zeit zurückbleiben. Beides ist zu unterscheiden von einer langen Weile, die als Musse die Zeit überwindet. Was lehren uns diese unterschiedlichen Erlebensweisen über die Zeit?

Mi, 19.01.2022, 19:30 – 20:45
Hörsaalangabe beim Haupteingang, Universität Zürich-Zentrum mit Online-Übertragung (live), Rämistr. 71, 8006 Zürich

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26.01. Zeit für Liebe (HYBRID)
Prof. Dr. Guy Bodenmann
Zeit ist ein kostbares Gut. Was einem wichtig ist, dafür hat man Zeit. Doch wie sieht dies bei der Paarbeziehung aus? Nehmen wir uns ausreichend Zeit für sie? Von welcher Zeit reden wir überhaupt? Von der Quantität oder der Qualität? Oder von der Zeit, die wir uns nehmen sollten, wenn es darauf ankommt, wenn der oder die andere einen braucht? In diesem Vortrag wird die Wichtigkeit der Zeit für die Partnerschaftszufriedenheit und -stabilität aufgezeigt. Es wird verdeutlicht, dass Zeit eine der zentralen Grundlagen für das Gelingen einer Beziehung ist. Sie ist Ausdruck von Commitment und Grundlage für Bindung.
Mi, 26.01.2022, 19:30 – 20:45
Hörsaalangabe beim Haupteingang, Universität Zürich-Zentrum mit Online-Übertragung (live), Rämistr. 71, 8006 Zürich

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02.02. «Die Zeit heilt Wunden» – ein Trugschluss? (HYBRID)
Prof. Dr. Birgit Kleim

Wir alle kennen das Sprichwort «Die Zeit heilt alle Wunden». Gerade Menschen, die schwere leidvolle Erfahrungen gemacht haben, wissen, dass manche Wunden gar nicht mehr oder nur sehr schwer wieder heilen. Dies gilt insbesondere für traumatische Ereignisse. Dennoch spielt Zeit eine bedeutende Rolle bei der Bewältigung von Krisen. Aber welche?

Mi, 02.02.2022, 19:30 – 20:45
Hörsaalangabe beim Haupteingang, Universität Zürich-Zentrum mit Online-Übertragung (live), Rämistr. 71, 8006 Zürich

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09.02. Zeit und das gute Leben (HYBRID)
Prof. Dr. Eva Weber-Guskar
Unser Leben ist zeitlich nicht nur in dem Sinn, dass es eine begrenzte Dauer hat und dass es in verschiedenen Geschwindigkeiten abzulaufen scheint. Menschliches Leben ist auch in sich zeitlich strukturiert, da wir Wesen sind, die einerseits biologischen Rhythmen unterliegen und andererseits ein ausgeprägtes, persönliches Zeitbewusstsein haben, dessen Ausgestaltung entscheidend für die Möglichkeit eines gelingenden Lebens ist. Um beispielsweise Sinn im Leben finden zu können, müssen wir uns auf bestimmte Weise auf die drei Dimensionen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft beziehen.
Mi, 09.02.2022, 19:30 – 20:45
Hörsaalangabe beim Haupteingang, Universität Zürich-Zentrum mit Online-Übertragung (live), Rämistr. 71, 8006 Zürich

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Mi, ab 12.01.2022, 5x, 19:30 – 20:45
Hörsaalangabe beim Haupteingang, Universität Zürich-Zentrum mit Online-Übertragung (live), Rämistr. 71, 8006 Zürich
CHF 130.00
Hinweis

Sie entscheiden spontan, ob Sie die Referate zu Hause oder vor Ort im Hörsaal verfolgen wollen. Nach der Buchung erhalten Sie den Kursausweis und damit das Eintrittsticket für die Uni. Zwei Stunden vor Vortragsbeginn erhalten Sie automatisch auch den Zoom-Link per Mail zugesandt und können sich so online zuschalten. Einzelkarten à Fr. 30.- sind jeweils ab 19:00 auch an der Abendkasse erhältlich.


Termine

  • Mi 12.01.2022 19:30 – 20:45 Hörsaalangabe beim Haupteingang
  • Mi 19.01.2022 19:30 – 20:45 Hörsaalangabe beim Haupteingang
  • Mi 26.01.2022 19:30 – 20:45 Hörsaalangabe beim Haupteingang
  • Mi 02.02.2022 19:30 – 20:45 Hörsaalangabe beim Haupteingang
  • Mi 09.02.2022 19:30 – 20:45 Hörsaalangabe beim Haupteingang
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Prof. Dr. Guy Bodenmann

Prof. Dr. Klinische Psychologie, Uni Zürich

Prof. Dr. Guy Bodenmann ist Ordinarius an der Universität Zürich und Beziehungsforscher. Er beschäftigt sich seit Jahren mit den Faktoren, welche zum Gelingen von Partnerschaften beitragen. Sein neustes Buch lautet: «Mit ganzem Herzen lieben» geht auf diese ein. Zudem entwickelte er mit Paarlife ein Programm zu Pflege der Liebe (www.paarlife.ch).

Prof. Dr. Daniel Hell

Dr. med., em. Prof. Klinische Psychiatrie, Uni Zürich

Daniel Hell ist emeritierter Professor für Psychiatrie an der Universität Zürich. Er war ab 1991 ärztlicher Direktor der Psychiatrischen Universitätsklinik Zürich (Burghölzli). Seit seiner Emeritierung 2009 ist er an der Privatklinik Hohenegg in Meilen am Zürichsee tätig. Er ist Autor mehrerer Fach- und Sachbücher, die sich v.a. mit Depressionen und emotionalen Problemen auseinandersetzen.

Prof. Dr. Birgit Kleim

Dr., Prof. Experimentelle Psychopathologie und Psychotherapie, Uni Zürich

Birgit Kleim (geb. 1975) ist eine deutsche Psychologin. Sie ist Professorin für Experimentelle Psychopathologie und Psychotherapie am Psychologischen Institut der Universität Zürich und Vorsitzende der Deutschsprachigen Gesellschaft für Psychotraumatologie. Kleim widmet sich der Erforschung von Krisenkompetenz, Posttraumatischen Belastungsstörungen, Psychotherapie und der Wirkung des Schlafs bei psychischen Erkrankungen und Trauma.

Prof. Dr. Eva Weber-Guskar

Dr. phil., Prof. Philosophie, Ruhr-Universität, Bochum

Eva Weber-Guskar ist Heisenberg-Professorin für Ethik und Philosophie der Emotionen an der Ruhr-Universität Bochum. Zuvor hatte sie Professurvertretungen in Berlin, Wien, Zürich sowie Erlangen inne und verbrachte ein Jahr für einen Forschungsaufenthalt an der New York University. Sie hat sich mit einem Buch über Menschenwürde habilitiert (Würde als Haltung, Mentis 2016) und wurde mit der Arbeit „Die Klarheit der Gefühle. Was es heißt, Emotionen zu verstehen“ promoviert (De Gruyter 2009). Aktuelle Projekte sind zeitlichen Aspekten des guten Lebens und ethischen Fragen im Umgang mit Künstlicher Intelligenz gewidmet. Außerdem ist sie Gründungsmitglied von PhilPublica, einer Initiative zur Förderung akademischer Philosophie in der Öffentlichkeit (philpublica.de).

PD Dr. Marc Wittmann

lic. phil., Psychologe, Freiburg i.Br.

Marc Wittmann ist Psychologe und Humanbiologe. Er studierte Psychologie und Philosophie in Fribourg (Schweiz) und promovierte und habilitierte an der Medizinischen Fakultät der LMU München. Zwischen 2004 und 2009 war er Research Fellow an der University of California in San Diego. Seit 2009 ist er am Institut für Grenzgebiete der Psychologie in Freiburg im Breisgau angestellt. Seit seiner Promotion forscht er am Phänomen der subjektiven Zeit.