Nach dem Urteil – was dann? - 20W-0340-20 | Volkshochschule Zürich

Kurs: 20W-0340-20 RV 

Konzept: Robert Budaváry
Nach dem Urteil – was dann?
Das Gerichtsurteil markiert für Opfer und Täter den Beginn eines neuen Lebensabschnitts. Das Opfer kann häufig erst nach dem Urteil richtig mit der Aufarbeitung beginnen. Was für Bewältigungsstrategien gibt es? Welche Rolle spielen dabei Opfer- und Täterschutz? Wir beleuchten Sinn und Zweck der Freiheitsstrafe und das Leben hinter Gittern. Wie werden Rückfallrisiken abgeschätzt und wie sieht der therapeutische Alltag mit Tätern aus?
20.10. Die Freiheitsstrafe – ein Übel?
Prof. Dr. Felix Bommer
Die Freiheitsstrafe hat eine lange Tradition, und wir vertrauen heute wenig reflektiert auf ihre segensreichen Wirkungen. Sie kostet viel Geld und ihr Nutzen ist ungewiss: Hält ihre Androhung andere potentielle Täter tatsächlich von der Deliktsbegehung ab? Nützt sie dem Bestraften im Vollzug, wieder auf die rechte Bahn zu finden? Oder schadet sie mehr, als sie nützt?
Di, 20.10.2020, 19:30 – 20:45
Uni Zürich-Zentrum, Rämistr. 71, Zürich

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Hinweis Einzeleintritte à Fr. 30.– ab 19:00 h an der Abendkasse.
27.10. Täterschutz vor Opferschutz?
Prof. Dr. Marianne Johanna Lehmkuhl
Täterschutz ist eine Bedingung für Rechtsstaatlichkeit. Opfer von Straftaten hingegen spielen in den theoretischen Konzepten des Strafrechts traditionell eine Nebenrolle, wenn überhaupt. Gleichwohl hat die Stellung des Opfers im Strafprozessrecht in den letzten Jahren eine Aufwertung erfahren. Ein Gleichgewicht zwischen jenen, welche eine Tat begehen und denjenigen, welche Opfer dieser Taten sind, ist anzustreben.
Di, 27.10.2020, 19:30 – 20:45
Uni Zürich-Zentrum, Rämistr. 71, Zürich

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Hinweis Einzeleintritte à Fr. 30.– ab 19:00 h an der Abendkasse.
03.11. Bewältigungsstrategien von Opfern nach der Verurteilung des Täters
Dr. Revital Ludewig

Welche psychologischen Verarbeitungsverläufe zeigen sich bei Opfern, nachdem der Täter verurteilt wurde und hinter Gittern sitzt? Was ist für Opfer besonders hilfreich und was bleibt schwierig? Anhand von Fallbeispielen werden verschiedene Bewältigungsstrategien aufgezeigt. Dabei wird aus psychologischer Sicht beleuchtet, wie unterschiedlich Opfer mit dem Erlebten umgehen, welche Strategien besonders hilfreich sind und wo aus therapeutischer Sicht Klippen und Hürden vorliegen.

Di, 03.11.2020, 19:30 – 20:45
Uni Zürich-Zentrum, Rämistr. 71, Zürich

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Hinweis Einzeleintritte à Fr. 30.– ab 19:00 h an der Abendkasse.
10.11. Lässt sich erkennen, wer gefährlich ist?
Prof. Dr. Jérôme Endrass
Wird ein Straftäter rückfällig werden? Wird der Mann, der droht seine Frau umzubringen, die Drohung umsetzen? Die Risikobeurteilung ist eine zentrale Aufgabe der forensischen Psychologie und ist ein Schlüsselprozess in der Prävention von Gewalt- und Sexualdelikten. Es werden Möglichkeiten und Grenzen im Risk-Assessment und Bedrohungsmanagement aufgezeigt.
Di, 10.11.2020, 19:30 – 20:45
Uni Zürich-Zentrum, Rämistr. 71, Zürich

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Hinweis Einzeleintritte à Fr. 30.– ab 19:00 h an der Abendkasse.
17.11. Hinter Gittern
Andreas Naegeli, Direktor JVA Pöschwies
Die JVA Pöschwies in Regensdorf ist die grösste geschlossene Justizvollzugsanstalt der Schweiz. Der Direktor berichtet aus dem Gefängnisalltag und gibt einen Einblick in das Leben hinter den Mauern. Was sind das für Männer, die dort ihre Strafe verbüssen? Was heisst es, in einer solchen Institution zu arbeiten? Wie gestaltet sich der Alltag? Wo liegen die Herausforderungen?
Di, 17.11.2020, 19:30 – 20:45
Uni Zürich-Zentrum, Rämistr. 71, Zürich

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Hinweis Einzeleintritte à Fr. 30.– ab 19:00 h an der Abendkasse.
Di, ab 20.10.2020, 5x, 19:30 – 20:45
Uni Zürich-Zentrum, Rämistr. 71, Zürich
CHF 130.00

Termine

  • Di 20.10.2020 19:30 – 20:45 Hörsaalangabe beim Haupteingang
  • Di 27.10.2020 19:30 – 20:45 Hörsaalangabe beim Haupteingang
  • Di 03.11.2020 19:30 – 20:45 Hörsaalangabe beim Haupteingang
  • Di 10.11.2020 19:30 – 20:45 Hörsaalangabe beim Haupteingang
  • Di 17.11.2020 19:30 – 20:45 Hörsaalangabe beim Haupteingang
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