Kurs: 21W-0315-44

Dr. Andreas Mauz
Literarische Figurationen Gottes im 20. Jahrhundert

«Ich glaube nicht an Gott, aber ich vermisse ihn.»

Die Moderne tut sich schwer mit Gott. Es ist nicht mehr ohne Weiteres klar, ob es ihn gibt, was es mit seinem Wesen auf sich hat, in welchem Verhältnis er zur Welt und zum Menschen steht. Aber gerade deshalb ist Gott in der modernen Literatur nicht etwa abwesend, sondern als schillernde Figur überaus präsent. «Ich glaube nicht an Gott, aber ich vermisse ihn», so der erste Satz von Julian Barnes’ Romans «Nichts, was man fürchten müsste» (2008). Anhand von klassischen wie auch entlegeneren Texten, etwa von Ingeborg Bachmann, Sibylle Lewitscharoff, Hugo Loetscher, Milan Kundera oder Arto Paasilinna, werden wir charakteristische Motive der literarischen Gottesrede erschliessen.

Do, ab 09.12.2021, 2x, 19:30 – 21:00
Universität Zürich-Zentrum, Rämistr. 71, 8006 Zürich
CHF 60.00

Termine

  • Do 09.12.2021 19:30 – 21:00
  • Do 16.12.2021 19:30 – 21:00
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Dr. Andreas Mauz

Dr. theol., lic. phil., Literaturwissenschaftler, evangelischer Theologe

Andreas Mauz (* 1973) ist Literaturwissenschaftler und evangelischer Theologe. Sein Interesse gilt den vielfältigen Verbindungen seiner beiden Fächer sowie der Hermeneutik (der Methodenlehre des Verstehens und Interpretierens). Er lebt mit seiner Familie in Basel, lehrt an verschiedenen Universitäten, betätigt sich in der Erwachsenenbildung und in der Redaktion der Zeitschrift ›Neue Wege‹.