«Kann denn Liebe Sünde sein?» - 20W-0316-01 | Volkshochschule Zürich

Kurs: 20W-0316-01 RV 

Konzept: Andrea König, ZIID
«Kann denn Liebe Sünde sein?»

Erotik und Religion
«Deine Brüste sind wie die Zwillinge einer Gazelle, die in den Lilien weiden». Wer würde einen solchen Satz einer heiligen Schrift, und erst noch der Bibel zuordnen? Ein Gang durch die Heiligen und andere Schriften der drei abrahamitischen Religionen und Kulturen.
28.10. Das «Hohelied» – ein literarisches Denkmal der Erotik
Prof. em. Dr. Stefan Schreiner & ZIID
Das Lied der Lieder der Hebräischen Bibel besingt in 27 Variationen die Liebe zwischen Mann und Frau, ganz in der Tradition alt-orientalischer Liebeslieder. Spätere jüdische und christliche Deutung hat im «Hohenlied» eine Allegorie gesehen und es auf die Beziehung zwischen Gott und Israel bzw. Christus und Kirche projiziert. Auf geistige Sinnlichkeit reduzierte Erotik verkennt indessen, dass (körperliche) Lust und Liebe Teil der Schöpfungsordnung sind.
Mi, 28.10.2020, 19:30 – 20:45
Uni Zürich-Zentrum, Rämistr. 71, Zürich

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04.11. Alles Lustvolle ist Sünde! – Ist alles Lustvolle Sünde?
Dr. Doris Strahm & ZIID

Die christliche Religion hat Eros, die lustvolle, und Agape, die göttliche Liebe, auseinandergerissen und sexuelle Lust mit Sünde gleichgesetzt. Lustfeindlichkeit ging dabei über Jahrhunderte Hand in Hand mit Frauenfeindlichkeit. Als Eva wurde die Frau zum Symbol der Sünde, sexueller Verführung und erotischer Begierden. Heutige Frauen kritisieren diese Sicht und entfalten ein anderes Verständnis von erotischer und göttlicher Liebe.

Mi, 04.11.2020, 19:30 – 20:45
Uni Zürich-Zentrum, Rämistr. 71, Zürich

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11.11. Eros – ein Muslim?
ZIID & Dalila Zouaoui Becker
1001 Nacht, diese Ode an die Liebe, die keine Dogmen und Tabus kennt, wurde in der islamischen Welt selbst tabuisiert. Das ist eigentlich ein Widerspruch, denn der Islam kennt auch eine erotische Theologie. Wie lässt sich dieser Widerspruch lösen? Eine überraschende Reise in die profane und sakrale Literatur der islamischen Welt.
Mi, 11.11.2020, 19:30 – 20:45
Uni Zürich-Zentrum, Rämistr. 71, Zürich

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18.11. Liebe, Sex und Allah
Dr. Ali Ghandour & ZIID

In der muslimischen Tradition werden Liebe und Sex als Geschenk Gottes genossen, aber unter dem Einfluss der (westlichen) Moderne floss zunehmend Prüderie in die muslimische Kultur ein. Was heute als «typisch islamisch» erscheint, ist teils das Erbe von Clangesellschaften und teils ein Spiegelbild puritanischer Moral.

Mi, 18.11.2020, 19:30 – 20:45
Uni Zürich-Zentrum, Rämistr. 71, Zürich

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25.11. Wo ist der Körper geblieben?
Raphael Pifko & ZIID
Das Judentum hat eine lange Beziehungsgeschichte zu Körperlichkeit und Sexualität; zu ihr gehören Liebe, Feindschaft, Gleichgültigkeit und Aussöhnung. Wie und unter welchen Einflüssen haben sich die Vorstellungen gewandelt?
Mi, 25.11.2020, 19:30 – 20:45
Uni Zürich-Zentrum, Rämistr. 71, Zürich

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02.12. Das Geschlecht Gottes. Eine Frage an den Monotheismus
Dr. Andreas Losch & ZIID
«Lasst uns den Menschen machen als unser Bild, uns ähnlich», spricht Gott in der Genesis, und «als Mann und Frau schuf er sie». Gott ist also beiderlei Geschlechts. Wie kommt es dann, dass wir von «ihm», aber nicht von «ihr» reden? Ist bei der monotheistischen Bilderstürmerei etwas verloren gegangen von der sexuellen Spannung, die auch in Gott steckt? Oder ist eine Gottheit beiderlei Geschlechts doch eher eine Projektion rein menschlicher Bedingungen?
Mi, 02.12.2020, 19:30 – 20:45
Uni Zürich-Zentrum, Rämistr. 71, Zürich

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Mi, ab 28.10.2020, 6x, 19:30 – 20:45
Uni Zürich-Zentrum, Rämistr. 71, Zürich
CHF 150.00

Termine

  • Mi 28.10.2020 19:30 – 20:45
  • Mi 04.11.2020 19:30 – 20:45
  • Mi 11.11.2020 19:30 – 20:45
  • Mi 18.11.2020 19:30 – 20:45
  • Mi 25.11.2020 19:30 – 20:45
  • Mi 02.12.2020 19:30 – 20:45
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