Bauen der Zukunft

Geschichte Amerikas: Das 20. Jahrhundert

An der Schwelle zu Europa: Der Maghreb

Wandel, Übergänge und Flexibilität

Russische Romantik

Warum wir krank werden

Erneuerbare Religionen?

Kurs: 19W-0370-01 RV 

Ringvorlesung
Go West! Literaturgeschichte der USA

Go West! Die Gründungsmythen der Vereinigten Staaten von Amerika lieferten reichlich Stoff für eine Literatur, die sich erst im 19. Jh. von den europäischen Vorbildern emanzipierte. Ihre Kraft zog sie aus einem kritischem Realismus, der Sklaverei, Rassenhass, ideologische Verblendung, Krieg und Weltpolitik fiktional gestaltete und zu zeitlosen Werken formte. 12 Nobelpreisträger bevölkern das Pantheon, von Sinclair Lewis über T.S. Eliot, Ernest Hemingway, Toni Morrison bis zu Bob Dylan.

08.01. "Die Erfindung der Tradition": Die Anfänge der amerikanischen Literatur
Prof. Dr. Heike Paul
Die Literatur der Frühen Republik verwebt mythische Stoffe der alten und neuen Welt und erfindet den „American Adam“ als Held einer Nationalgeschichte in einem neuen Zeitalter. Die Geschichten vom amerikanischen Adam (und seiner „American Eve“) zeigen eine Nation, deren gewaltsam erzwungener Neubeginn von Hoffnung, aber auch von Zweifeln, Ängsten und Schuldgefühlen geprägt ist.
Mi, 08.01.2020, 19:30 – 20:45
Uni Zürich-Zentrum, Rämistr. 71, Zürich

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15.01. Die Puritaner: Vom erwählten Volk zum Gespenst der Vergangenheit
Hannah Schoch

Die Puritaner nehmen einen Schlüsselplatz im kulturellen Gedächtnis der USA ein. Sie haben nicht nur die Gründung der USA, sondern auch deren Mythologisierung entscheidend mitgeprägt. Der historische Stoff diente in den folgenden Jahrhunderten Nathanael Hawthorne, Charlotte Perkins Gilman oder Arthur Miller dazu, den moralischen Zustand der Nation, die Heimsuchungen der Vergangenheit sowie den dunklen Kern der Psyche zu beleuchten.

Mi, 15.01.2020, 19:30 – 20:45
Uni Zürich-Zentrum, Rämistr. 71, Zürich

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22.01. Afroamerika: Von den «Slave Narratives» zur Nobelpreisträgerin
Prof. Dr. Franziska Gygax

1861 erschien Incidents in the Life of a Slave Girl von Harriet Jacobs. Es wurde lange als fiktive Erzählung gelesen. Erst seit den 1980er-Jahren gilt das Buch als wichtiges autobiografisches Zeugnis der Sklaverei. Auch Toni Morrison, die Nobelpreisträgerin für Literatur von 1993, setzt sich in ihren Romanen immer wieder mit den traumatischen Erlebnissen dieser Zeit auseinander. Der Abend zeichnet die Linien der afroamerikanischen Literatur vom 18. Jh. bis zur Gegenwart nach.

Mi, 22.01.2020, 19:30 – 20:45
Uni Zürich-Zentrum, Rämistr. 71, Zürich

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29.01. Denkraum Hollywood – wo Literatur auf Kino trifft
Prof. Dr. Elisabeth Bronfen

Für das kulturelle Imaginäre Amerikas lässt sich die These aufstellen: Jene Selbstreflexion über die Nation, welche im 19. Jh. in literarischen Werken von Hawthorne, Melville oder Whitman dargeboten wird, verlagert sich im 20. Jh. in die Populärkultur: Allem voran ins Kino. Zugleich wird Hollywood – als American Dream Factory – selber Thema der Literatur, und die dort entworfenen Geschichten wandern auf die Kinoleinwand zurück. In dieser Vorlesung analysieren wir dieses Wechselverhältnis.

Mi, 29.01.2020, 19:30 – 20:45
Uni Zürich-Zentrum, Rämistr. 71, Zürich

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05.02. Amerika nach 1945: Weltmacht, Protest, Vietnam, kulturelle Vielfalt
Prof. Dr. Thomas Austenfeld

Die scheinbare politische Stabilität der USA nach 1945 gerät durch die Beat Poets und die Bürgerrechtsbewegung ins Wanken. Arthur Miller stellt das „heile“ Familienbild infrage. Nach dem Abklingen der gewalttätigen 60er Jahre öffnet sich die amerikanische Literatur für die Sichtweisen der Minoritäten. Das feste Bild des „typisch“ Amerikanischen weicht einer bunten Vielfalt, die viele Unsicherheiten hinterlässt – von Allen Ginsberg über Norman Mailer bis Louise Erdrich.

Mi, 05.02.2020, 19:30 – 20:45
Uni Zürich-Zentrum, Rämistr. 71, Zürich

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12.02. Mit Blick auf die Welt: US Literatur heute
PD Dr. Julia Straub

Die Vorlesung analysiert den Einfluss der Terroranschläge von «9/11» auf die amerikanische Gegenwartsliteratur. Globalisierungstendenzen, Krisen- und Kriegserfahrungen in Gesellschaft, Politik und Wirtschaft, technologischer Fortschritt und kulturelle Vielfalt: Gegenwartsautor/innen wie Dave Eggers, Jonathan Franzen, Jennifer Egan oder Toni Morrison bieten interessante Sichtweisen auf diese hochaktuellen Themen.

Mi, 12.02.2020, 19:30 – 20:45
Uni Zürich-Zentrum, Rämistr. 71, Zürich

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Mi, ab 08.01.2020, 6x, 19:30 – 20:45
Uni Zürich-Zentrum, Rämistr. 71, Zürich
CHF 150.00
Hinweis Abendkasse ab 19:00

Termine

  • Mi 08.01.2020 19:30 – 20:45
  • Mi 15.01.2020 19:30 – 20:45
  • Mi 22.01.2020 19:30 – 20:45
  • Mi 29.01.2020 19:30 – 20:45
  • Mi 05.02.2020 19:30 – 20:45
  • Mi 12.02.2020 19:30 – 20:45
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