Kurs: 21W-0350-06 RVA 

Prof. Dr. Julia Richers
Die jüdische Bevölkerung im Umbruch (HYBRID)

Zwischen Integration, Staatenlosigkeit und Staatssuche

Nach dem Zusammenbruch der multiethnischen Vielvölkerreiche fanden sich die jüdischen Gemeinschaften Ostmittel- und Osteuropas in unterschiedlichen Nationalstaaten wieder, die ihnen chronisch Illoyalität unterstellten. Die Vorlesung beleuchtet am Beispiel von Russland, Polen und Ungarn die unterschiedlichen Strategien der grossen jüdischen Bevölkerung vor Ort: Während ein Teil mit (Hyper-)Assimilation reagierte, erachteten andere angesichts von Pogromen und Antisemitismus sämtliche Integrationsprojekte für gescheitert. Gerade Sozialismus und Zionismus erhielten in der Folge regen Zulauf.

Diese Veranstaltung gehört zu
Von Imperien zu Nationalstaaten: Europas Osten nach dem Ersten Weltkrieg (HYBRID)
Di, 23.11.2021, 19:30 – 20:45
RAI-G-041, Universität Zürich-Zentrum mit Online-Übertragung (live), Rämistr. 71, 8006 Zürich
CHF 30.00
Hinweis Sie entscheiden spontan, ob Sie dieses Referat zu Hause oder vor Ort im Hörsaal verfolgen wollen. Nach der Buchung erhalten Sie den Kursausweis und damit das Eintrittsticket für die Uni. Zwei Stunden vor Vortragsbeginn erhalten Sie automatisch auch den Zoom-Link per Mail zugesandt und können sich so online zuschalten.

Prof. Dr. Julia Richers

Dr. phil., Prof. Neueste Allgemeine und Osteuropäische Geschichte, Uni Bern

Julia Richers studierte Osteuropäische Geschichte und Anglistik in Budapest und Basel und promovierte 2005 mit einer Dissertation zum jüdischen Budapest im 19. Jahrhundert. Im Rahmen ihrer Habilitation setzte sie sich mit dem Kosmos- und Raumfahrtfieber in der Sowjetunion auseinander. 2013 wurde sie Dozentin, 2015 schliesslich ordentliche Professorin für Neueste Allgemeine und Osteuropäische Geschichte an der Universität Bern. Sie ist Studienleiterin der Osteuropa-Studien Bern-Fribourg und derzeit Geschäftsführende Direktorin des Historischen Instituts der Universität Bern.