Kurs: 21W-0220-01 RV 

Konzept: Robert Budaváry
Dem Bewusstsein auf der Spur (HYBRID)
Das menschliche Bewusstsein wirft immer noch viele Fragen auf. Wie entsteht es im Gehirn? Können wir ein Bewusstseinszentrum lokalisieren? Oder ist Bewusstsein nur eine Illusion? Inwieweit ist der ganze Körper an der Bewusstseinsbildung beteiligt? Was sind die Folgen von Bewusstseinsstörungen und können bewusstseinsverändernde Substanzen therapeutisch genutzt werden? Welche Zusammenhänge gibt es zwischen Bewusstsein, Wille und Verantwortung?
27.10. Bewusstsein als neurologischer Prozess (HYBRID)
Prof. Dr. Pasquale Calabrese

Wie entsteht Bewusstsein im Gehirn? Was für neurologische Prozesse laufen im Gehirn ab, wenn wir etwas bewusst wahrnehmen? Gibt es eine bestimmte Hirnregion für das Bewusstsein, die mit neurowissenschaftlichen Methoden lokalisiert werden kann? Wir nähern uns den Fragen aus zwei Perspektiven: der experimentellen Forschung am gesunden Menschen und der klinischen Forschung mit hirngeschädigten Patienten.

Mi, 27.10.2021, 19:30 – 20:45
KO2-F-180, Universität Zürich-Zentrum mit Online-Übertragung (live), Rämistr. 71, 8006 Zürich

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Hinweis

Sie entscheiden spontan, ob Sie dieses Referat zu Hause oder vor Ort im Hörsaal verfolgen wollen. Nach der Buchung erhalten Sie den Kursausweis und damit das Eintrittsticket für die Uni. Zwei Stunden vor Vortragsbeginn erhalten Sie automatisch auch den Zoom-Link per Mail zugesandt und können sich so online zuschalten.


03.11. Verkörpertes Bewusstsein – körperliches Selbst (HYBRID)
Prof. Dr. Bigna Lenggenhager
Das Ich-Bewusstsein ist eng an den Körper gebunden. Die über die Sinne aufgenommen Informationen werden kontinuierlich integriert und mit unserem körperlichen Selbstbild abgeglichen, wodurch die Wahrnehmung einer stabilen, im Körper verankerten Erste-Person-Perspektive entsteht. Bei psychiatrischen oder neurologischen Krankheiten, in verschiedenen veränderten Bewusstseinszuständen (z.B. durch psychoaktive Substanzen, Meditation, Schlaf) oder auch in spezifisch dafür aufgebauten Experimenten kann es jedoch zu drastischen Veränderungen des körperlichen Selbsterlebens kommen.
Mi, 03.11.2021, 19:30 – 20:45
KOL-F-101, Universität Zürich-Zentrum mit Online-Übertragung (live), Rämistr. 71, 8006 Zürich

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10.11. Bewusstseinsveränderte Substanzen – Hoffnung für psychisch Kranke? (HYBRID)
Prof. Dr. Franz X. Vollenweider

Seit den 70er-Jahren stehen Psychedelika erneut im Fokus der klinisch-psychiatrischen Forschung. Wie wirken bewusstseinsverändernde Substanzen auf unsere Selbstwahrnehmung und Emotionsverarbeitung? Welche psychischen Erkrankungen stehen im Fokus einer Behandlung mit Psychedelika? Welche neuroplastischen Veränderungen lösen die Substanzen aus? Können Psychedelika Lernprozesse begünstigen? Wir werfen einen Blick auf den Stand und die offenen Fragen der neurobiologischen Forschung mit Psychedelika sowie auf die aktuellen Konzepte und Ergebnisse der klinischen Forschung.

Mi, 10.11.2021, 19:30 – 20:45
KOL-F-101, Universität Zürich-Zentrum mit Online-Übertragung (live), Rämistr. 71, 8006 Zürich

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17.11. Bewusstsein, freier Wille und Verantwortung (HYBRID)
Prof. Dr. Frank Urbaniok
Einige Forscher vertreten die These, strafbares Verhalten sei eine Folge neurobiologischer Defizite. Ohnehin gäbe es gar keinen freien Willen. Denn wir seien Sklaven der biochemischen Prozesse unseres Gehirns, das uns lediglich vorgaukele, wir könnten irgendetwas frei entscheiden. Darum seien auch Straftäter für ihre Taten gar nicht verantwortlich und das Schuldprinzip im Strafrecht müsse aufgegeben werden. Diese Argumentation verkennt viele methodische Zusammenhänge, die im Vortrag ebenso wie die Arbeitsweise des Gutachters bei der Beurteilung der Schuldfähigkeit von Tätern erläutert werden.
Mi, 17.11.2021, 19:30 – 20:45
KOL-F-101, Universität Zürich-Zentrum mit Online-Übertragung (live), Rämistr. 71, 8006 Zürich

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Mi, ab 27.10.2021, 4x, 19:30 – 20:45
KO2-F-180, KOL-F-101, Universität Zürich-Zentrum mit Online-Übertragung (live), Rämistr. 71, 8006 Zürich
CHF 105.00
Hinweis

Sie entscheiden spontan, ob Sie dieses Referat zu Hause oder vor Ort im Hörsaal verfolgen wollen. Nach der Buchung erhalten Sie den Kursausweis und damit das Eintrittsticket für die Uni. Zwei Stunden vor Vortragsbeginn erhalten Sie automatisch auch den Zoom-Link per Mail zugesandt und können sich so online zuschalten. Einzelkarten à Fr. 30.- sind jeweils ab 19:00 auch an der Abendkasse erhältlich.


Termine

  • Mi 27.10.2021 19:30 – 20:45 KO2-F-180
  • Mi 03.11.2021 19:30 – 20:45 KOL-F-101
  • Mi 10.11.2021 19:30 – 20:45 KOL-F-101
  • Mi 17.11.2021 19:30 – 20:45 KOL-F-101
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Prof. Dr. Pasquale Calabrese

Dr. rer. nat., Prof. Psychologie, Uni Basel

Pasquale Calabrese ist Universitätsprofessor für klinische Neurowissenschaften an der Universität Basel, Fakultät für Psychologie, Abteilung für molekulare und kognitive Neurowissenschaften. Er ist Hirnforscher, experimenteller Neurologe und medizinischer Neuropsychologe. Seit 2013 ist er Leiter der Arbeitsgruppe Neuropsychologie und Verhaltensneurologie an der Abteilung molekulare und kognitive Neurowissenschaften sowie Leiter des neuropsychologischen Bereiches am MS-Zentrums des Universitätsspitals ist.

Prof. Dr. Bigna Lenggenhager

Dr., Prof. Kognitive Neuropsycholoie, Uni Zürich

Bigna Lenggenhager ist Professorin der Universität Zürich und Leiterin der Forschungsgruppe «Kognitive Neuropsychologie: Körper, Selbst und Plastizität». Sie studierte an der Universität Zürich, promovierte an der EPFL Lausanne und forschte später an der Universität La Sapienza in Rom, an den Universitären Psychiatrischen Diensten in Bern und dem Universitätsspital Zürich. Ihre Forschung beschäftigt sich mit dem Körpererleben und dessen Veränderbarkeit. Sie kombiniert dazu Methoden der Psychologie, der Neurowissenschaften und der virtuellen Realitäten.

Prof. Dr. Frank Urbaniok

Dr. med., Prof. Forensische Psychiatrie, Uni Konstanz und Uni Zürich

Prof. Frank Urbaniok lehrt u.a. an der Universität Konstanz und gilt als international führender Experte der Forensischen Psychiatrie und Psychologie mit dem Arbeitsschwerpunkt Gewalt- und Sexualstraftaten. Mit FOTRES (Forensisches Operationalisiertes Therapie- und Risiko-Evaluations-System) entwickelte er ein eigenes diagnostisches System für die Risikobeurteilung von Straftätern, das im gesamten deutschsprachigen Raum zum Einsatz kommt. Frank Urbaniok ist als Buchautor, Psychotherapeut, Gutachter, Supervisor und Berater für Unternehmen und Führungspersonen tätig.

Prof. Dr. Franz X. Vollenweider

Dr. med., Prof. Psychiatrie, Uni Zürich

Franz X. Vollenweider ist Chefarzt und Leiter der Neurophenomenology and Consciousness Unit am Zentrum für Psychiatrische Forschung der Psychiatrischen Universitätsklinik Zürich. Er studierte Biochemie und Medizin und promovierte an der Universität Zürich in experimenteller Medizin. Nach seiner Weiterbildung zum Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie in Zürich vertiefte er sich in die Neurobiologie psychotischer und affektiver Störungen. Im Fokus seiner aktuellen Forschungen stehen auch Psychedelika-induzierter Bewusstseinszustände Zwecks Aufdeckung der neuro-kognitiven Grundlagen unseres Selbsterlebens sowie deren Anwendung zur Behandlung von Depressionen.