Kurs: 22S-0320-11 RV 

Konzept: David Luginbühl
Cyberwar: Krieg und Sicherheitspolitik im digitalen Zeitalter (hybrid)
Seit den 1990er Jahren kursiert das Schreckensszenario einer plötzlichen und verheerenden Attacke auf die digitale Infrastruktur eines Kontrahenten. Vor dem Hintergrund der rasanten Digitalisierung avanciert Cybersicherheit zu einer Schlüsselfrage nationaler Sicherheit. Neben defensiven werden vermehrt auch offensive Massnahmen gegen potenzielle Angreifer gefordert. Wird das nächste Wettrüsten auf dem Gebiet der digitalen Fähigkeiten ausgetragen? Welche digitalen «Waffen» werden heute bereits eingesetzt, welche könnten in Zukunft zur Anwendung kommen? Wie wappnet sich die Schweiz gegen Angriffe aus dem Netz, und wie kann der Cyberspace ein möglichst friedlicher, für alle offener Raum bleiben?
19.09. Cyberkrieg: Schreckgespenst oder bereits Realität? (hybrid)
Dr. Myriam Dunn Cavelty
Warum ist der Begriff Cyberkrieg umstritten? Wie sieht eine politische Auseinandersetzung im Cyberspace konkret aus? Welche Effekte können erzielt werden, welche Fähigkeiten braucht es dazu? In dieser Vorlesung beschäftigen wir uns mit unterschiedlichen Formen von Gewalt im Cyberspace, grenzen diese von der Cyberkriminalität ab und schauen uns an, warum nicht-staatliche und staatliche Akteure, die strategische Ziele verfolgen, vor allem unter der Kriegsschwelle, im hybriden, sogenannt «grauen» Bereich operieren.
Mo, 19.09.2022, 19:30 – 20:45
KOL-F-101, Universität Zürich-Zentrum mit Online-Übertragung (live), Rämistr. 71, 8006 Zürich

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Hinweis Sie entscheiden spontan, ob Sie dieses Referat zu Hause oder vor Ort im Hörsaal verfolgen wollen. Nach der Buchung erhalten Sie den Kursausweis und damit das Eintrittsticket für die Uni. Zwei Stunden vor Vortragsbeginn erhalten Sie automatisch auch den Zoom-Link per Mail zugesandt und können sich so online zuschalten.
26.09. Digitale Angriffe antizipieren – Technologie und Geopolitik (hybrid)
Marc Ruef
Das Darknet gilt als Dreh- und Angelpunkt für Cyberkriminalität. Neben dem Handel von Drogen und Waffen werden dort auch gestohlene Daten und Software für Angriffe auf Computersysteme verkauft. Der Vortrag diskutiert, mit welcher Motivation in der heutigen Zeit Cyberkriminalität betrieben wird, wie daraus ein Geschäft entstanden ist und wie man als Krimineller damit Geld verdienen kann. Durch das Mitberücksichtigen geopolitischer Zusammenhänge wird es möglich, Absichten, Entwicklungen und Angriffe sehr konkret vorauszusagen.
Mo, 26.09.2022, 19:30 – 20:45
KOL-F-101, Universität Zürich-Zentrum mit Online-Übertragung (live), Rämistr. 71, 8006 Zürich

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03.10. Wie wappnet sich die Schweiz gegen Cyberangriffe? (hybrid)
Florian Schütz
In seinem Referat erläutert Florian Schütz, wie sich die Schweiz vor Cyberangriffen wappnet. Dabei geht er auf die strategischen Prioritäten ein und erläutert anhand von Beispielen, wie diese umgesetzt werden. Im zweiten Teil wird erklärt, wer in der Schweiz welche Verantwortung trägt. Dabei werden vor allem auch anhand von aktuellen Fällen die Mittel diskutiert, die der Schweiz zur Verfügung stehen. Abschliessend wird Schütz mit den Teilnehmenden einen kritischen Blick auf erreichtes und zukünftige Herausforderungen werfen.
Mo, 03.10.2022, 19:30 – 20:45
KOL-F-101, Universität Zürich-Zentrum mit Online-Übertragung (live), Rämistr. 71, 8006 Zürich

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10.10. Friedenssicherung im Cyberspace (hybrid)
Dr. Daniel Stauffacher, ehem. Botschafter
In einer Zeit sich erneut verstärkender Grossmachtrivalität und eines schlecht funktionierenden Multilateralismus tritt der Cyberspace auch als möglicher neuer Konfliktschauplatz in den Vordergrund. Cyberaggressionen können dabei im Bereich der Spionage stattfinden, ohne die Schwelle zum Krieg zu überschreiten, können aber auch Teil hybrider Kriegsführung sein und sogar als relevanter als die physische Kriegsführung beurteilt werden, wie das gegenwärtig stattfindende Cyber-Wettrüsten und der gleichzeitige Rückzug etwa der USA aus Afghanistan zeigen. Der Vortrag erörtert, wie wichtig in dieser schwierigen Gesamtlage vertrauensbildende Massnahmen sind und welche internationalen Ansätze zur Friedenssicherung im Cyberspace bereits bestehen.
Mo, 10.10.2022, 19:30 – 20:45
KOL-F-101, Universität Zürich-Zentrum mit Online-Übertragung (live), Rämistr. 71, 8006 Zürich

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Mo, ab 19.09.2022, 4x, 19:30 – 20:45
KOL-F-101, Universität Zürich-Zentrum mit Online-Übertragung (live), Rämistr. 71, 8006 Zürich
CHF 105.00
Hinweis Sie entscheiden spontan, ob Sie die Referate zu Hause oder vor Ort im Hörsaal verfolgen wollen. Nach der Buchung erhalten Sie den Kursausweis und damit das Eintrittsticket für die Uni. Zwei Stunden vor Vortragsbeginn erhalten Sie automatisch auch den Zoom-Link per Mail zugesandt und können sich so online zuschalten. Einzelabende sind à Fr. 30.– buchbar.

Termine

  • Mo 19.09.2022 19:30 – 20:45 KOL-F-101
  • Mo 26.09.2022 19:30 – 20:45 KOL-F-101
  • Mo 03.10.2022 19:30 – 20:45 KOL-F-101
  • Mo 10.10.2022 19:30 – 20:45 KOL-F-101
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Dr. Myriam Dunn Cavelty

Dr. phil., Senior Lecturer am Center for Security Studies, ETH Zürich

Myriam Dunn Cavelty lehrt und forscht am Center for Security Studies (CSS) der ETH Zürich. Nach dem Studium und der Promotion an der Universität Zürich war sie Gastwissenschaftlerin am Watson Institut für Internationale Studien (Brown University, USA) und bei der stiftung neue verantwortung (Berlin). Myriam Dunn Cavelty hat Pionierarbeit geleistet im Forschungsfeld der Cybersicherheitspolitik. Als Expertin auf diesem Gebiet berät sie auch Regierungen, internationale Institutionen und private Unternehmen.

Marc Ruef

Experte und Dozent für Informationssicherheit, scip AG Zürich

Marc Ruef beschäftigt sich seit den späten 1990er Jahren mit Sicherheit im Bereich Informationstechnologien. Er ist Mitinhaber der Firma scip AG, welche auf Beratungen im Bereich Informationssicherheit spezialisiert ist. Als Autor hat er mehrere Bücher zum Thema verfasst und publiziert regelmässig in Fachzeitschriften. Als Dozent nimmt er Lehraufträge an verschiedenen Universitäten und Fachhochschulen wahr, unter anderem der ETH Zürich und der Hochschule für Wirtschaft Zürich.

Florian Schütz

Delegierter des Bundes für Cybersicherheit

Florian Schütz ist Delegierter des Bundes für Cybersicherheit. Als solcher ist er direkt dem Bundesrat unterstellt und verantwortlich für die Umsetzung der Nationalen Cyberstrategie der Schweiz und für alle Cyberbelange beim Bund. Er leitet zudem das Nationale Zentrum für Cybersicherheit (NCSC). Neben dem Master in Computerwissenschaft verfügt er über einen Master of Advanced Studies in Sicherheitspolitik und Krisenmanagement der ETH Zürich. Er war verantwortlich für die Cybersicherheit mehrerer international tätiger Unternehmen und hat dabei auch in Israel und Deutschland gelebt und gearbeitet.

Dr. Daniel Stauffacher

Dr. iur., ehem. Botschafter, Gründer und Präsident ICT for peace foundation

Daniel Stauffacher, ehemaliger Botschafter der Schweiz, ist Gründer und Präsident der ICT4Peace Foundation, die seit 2003 die Nutzung von Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) für friedliche Zwecke erforscht, fördert und diplomatische und Multi-Stakeholder-Prozesse für einen friedlichen und offenen Cyberspace unterstützt. Er war Mitglied der UN ICT Task Force des UN-Generalsekretärs Kofi Annan und Ko-Vorsitzender der UN Global Alliance for ICT for Development (GAID). Er war weiter Berater mehrerer Regierungen, der UN, der OSZE, der OAS, der AU und der ASEAN in Fragen der internationalen Cybersicherheitspolitik und -diplomatie und des damit verbundenen Kapazitätsaufbaus.