Kurs: 21W-0320-01 RV 

Konzept: David Luginbühl
China im Gegenwind (HYBRID)
Nach Jahrzehnten des wirtschaftlichen Aufschwungs avanciert China auch zur politischen Weltmacht. Der selbstbewusstere Auftritt Chinas in der internationalen Arena eröffnet neue Optionen, sorgt aber auch für Irritationen. Die Spannungen mit den USA nehmen Züge eines neuen Kalten Kriegs an. Dritte sehen sich zunehmend gezwungen, Position zu beziehen. Wie gehen benachbarte Staaten mit dem neuen chinesischen Machtanspruch um? Welche Optionen haben europäische oder afrikanische Akteure? Wie soll sich die Schweiz positionieren? Und wie verändert China die internationale Ordnung?
25.10. Chinas Aufstieg zur Weltmacht (HYBRID)
Prof. Dr. Thomas Heberer
Chinas Aufstieg zur Weltmacht hat zu einem neuerlichen «Kalten Krieg» geführt. Die USA bemühen sich um eine Stärkung der westlichen Zusammenarbeit und versuchen auf diesem Weg, das aufstrebende China einzudämmen. Das Referat stellt zum einen die Handlungslogiken des chinesischen Staats dar. Thematisiert werden dabei sowohl innen- als auch aussenpolitische Zielsetzungen und Logiken, die gleichermassen wichtig sind, um Chinas Handeln verstehen und einordnen zu können. Zum anderen geht es um den chinesisch-amerikanischen Konflikt und seine Hintergründe sowie um die Rolle Europas in dieser Auseinandersetzung.
Mo, 25.10.2021, 19:30 – 20:45
KOH-B-10, Universität Zürich-Zentrum mit Online-Übertragung (live), Rämistr. 71, 8006 Zürich

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Hinweis Sie entscheiden spontan, ob Sie dieses Referat zu Hause oder vor Ort im Hörsaal verfolgen wollen. Nach der Buchung erhalten Sie den Kursausweis und damit das Eintrittsticket für die Uni. Zwei Stunden vor Vortragsbeginn erhalten Sie automatisch auch den Zoom-Link per Mail zugesandt und können sich so online zuschalten.
01.11. Taiwan: Inselstaat unter wachsendem Druck (HYBRID)
Dr. Simona Grano
Jahrzehntelang hat die sogenannte strategische Ambiguität den Frieden zwischen Amerika und China über Taiwan gewahrt. Peking betrachtet die Insel mit ihren 24 Millionen Einwohnern als rebellische Provinz. Ein Teil der taiwanesischen Bevölkerung sieht die Insel ebenfalls als Teil Chinas, während ein anderer Teil deren Unabhängigkeit betont. Pekings aggressiveres Auftreten und die Ereignisse in Hongkong stärkten die zur Unabhängigkeit strebende Democratic Progressive Party, die 2020 zum zweiten Mal die Präsidentschaftswahlen gewann. Der Hauptgrund für ihren Erfolg ist aber eine tiefgreifendere Veränderung der taiwanesischen Identität.
Mo, 01.11.2021, 19:30 – 20:45
KOH-B-10, Universität Zürich-Zentrum mit Online-Übertragung (live), Rämistr. 71, 8006 Zürich

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08.11. Japan zwischen politischer Konfrontation und ökonomischer Kooperation (HYBRID)
Prof. Dr. David Chiavacci
Der Aufstieg Chinas ist ein zweischneidiges Schwert für Japan. Einerseits hat es wirtschaftlich vom chinesischen Hochwachstum sehr stark profitiert. China ist heute der wichtigste Handelspartner und sollte in Zukunft noch bedeutender für Japans Firmen werden. Andererseits haben sich die politischen Beziehungen aufgrund des chinesischen Führungsanspruchs und Grenzkonflikten sehr stark verschlechtert. Japan betrachtet heute China als eine militärische Bedrohung. Wie positioniert sich Japan angesichts dieses Spannungsverhältnisses von politischer Konfrontation und ökonomischen Kooperation?
Mo, 08.11.2021, 19:30 – 20:45
KOH-B-10, Universität Zürich-Zentrum mit Online-Übertragung (live), Rämistr. 71, 8006 Zürich

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15.11. Wie verändert China die UNO nach seinen Vorstellungen? (HYBRID)
Patrick Zoll
Die UNO ist ein Projekt, das von liberalen Grundideen geprägt ist. China hingegen ist ein autokratisch-kommunistisches Regime. Trotzdem engagiert sich China seit einigen Jahren verstärkt in der UNO und gibt sich als Verfechter des Multilateralismus. Dabei kommt es immer wieder zu Konflikten zwischen den Werten der VR China und der UNO, insbesondere – aber nicht nur – im Bereich der Menschenrechte. Welche Auswirkungen hat das für die Weltorganisation?
Mo, 15.11.2021, 19:30 – 20:45
KO2-F-180, Universität Zürich-Zentrum mit Online-Übertragung (live), Rämistr. 71, 8006 Zürich

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22.11. Afrikanische Erfahrungen mit China (HYBRID)
Prof. Dr. Patrick Ziltener
Noch bevor die Europäer ihren Weg in den Indischen Ozean fanden, landeten im 15. Jh. chinesische Schiffe an der Ostküste Afrikas. Mit der Gründung der Volksrepublik China 1949 kam es zu einer Wiederbelebung der Beziehungen. Heute führt China seine ausgedehnten Tätigkeiten in Afrika unter dem Label «neue Seidenstrasse». Basierend auf «Win-win-Situationen» bauen chinesische Unternehmen Häfen, Staudämme, Bahnlinien und andere Infrastrukturen. China hält das Prinzip der Nichteinmischung in innere Angelegenheiten hoch, nutzt sein neues Gewicht jedoch auch für diplomatische Initiativen.
Mo, 22.11.2021, 19:30 – 20:45
KOH-B-10, Universität Zürich-Zentrum mit Online-Übertragung (live), Rämistr. 71, 8006 Zürich

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29.11. Europa und die Schweiz: Zwischen den Fronten? (HYBRID)
Prof. Dr. Ralph Weber
Angesichts der angespannten Beziehungen zwischen den Vereinigten Staaten und der Volksrepublik China sehen manche einen Neuen Kalten Krieg am Horizont. In solcher Zeit ist Orientierung gefragt, auch in der Schweiz. In diesem Vortrag werden wir die schweizerischen Beziehungen zu China in historischer Perspektive verorten und dann den Fokus auf den Einfluss des chinesischen Parteistaats in Europa und besonders in der Schweiz richten. Wie lässt sich dieser Einfluss beschreiben und bewerten? Welche Handlungsoptionen haben verschiedene Akteure in der Schweiz?
Mo, 29.11.2021, 19:30 – 20:45
KOH-B-10, Universität Zürich-Zentrum mit Online-Übertragung (live), Rämistr. 71, 8006 Zürich

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06.12. China und das asiatische Jahrhundert: ein Ausblick (Hybrid)
Urs Schoettli
Um die Jahrtausendwende begann das asiatische Jahrhundert. Massgeblich waren dabei der Wiederaufstieg Chinas zur Weltmacht und die Entstehung einer urbanen Mittelschicht in Südost und Ostasien. Die nächsten Jahre werden im Zeichen des Duopols USA-China stehen. Dabei wird es um das Management von gefährlichen akuten und schlummernden Krisenherden gehen. Mehr denn je wird Geopolitik auch das Wirtschaftsgeschehen prägen. Chinas Nachbarn werden darauf bedacht sein, die Abhängigkeit von China zu mindern. Japan Inc. baut energisch seine Präsenz in Südost- und Südasien aus und im Hintergrund steht Indien bereit.
Mo, 06.12.2021, 19:30 – 20:45
KOH-B-10, Universität Zürich-Zentrum mit Online-Übertragung (live), Rämistr. 71, 8006 Zürich

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Mo, ab 25.10.2021, 7x, 19:30 – 20:45
KOH-B-10, KO2-F-180, Universität Zürich-Zentrum mit Online-Übertragung (live), Rämistr. 71, 8006 Zürich
CHF 170.00
Hinweis Sie entscheiden spontan, ob Sie die Referate zu Hause oder vor Ort im Hörsaal verfolgen wollen. Nach der Buchung erhalten Sie den Kursausweis und damit das Eintrittsticket für die Uni. Zwei Stunden vor Vortragsbeginn erhalten Sie automatisch auch den Zoom-Link per Mail zugesandt und können sich so online zuschalten. Einzelkarten à Fr. 30.- sind jeweils ab 19:00 auch an der Abendkasse erhältlich.

Termine

  • Mo 25.10.2021 19:30 – 20:45 KOH-B-10
  • Mo 01.11.2021 19:30 – 20:45 KOH-B-10
  • Mo 08.11.2021 19:30 – 20:45 KOH-B-10
  • Mo 15.11.2021 19:30 – 20:45 KO2-F-180
  • Mo 22.11.2021 19:30 – 20:45 KOH-B-10
  • Mo 29.11.2021 19:30 – 20:45 KOH-B-10
  • Mo 06.12.2021 19:30 – 20:45 KOH-B-10
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Prof. Dr. David Chiavacci

Dr. phil., Prof. Japanologie, Uni Zürich

David Chiavacci ist Professor für sozialwissenschaftliche Japanologie an der Universität Zürich. Hier hat er 2001 promoviert. Im Anschluss arbeitet er zwei Jahre als Gastforscher an der Universität Tokyo, kehrte dann nach Zürich zurück und wechselte 2005 an die Freie Universität Berlin, wo er 2009 habilitiert wurde. 2009 vertrat er die Professur für moderne Japanstudien an der Universität Duisburg-Essen, 2010 folgte die Berufung an die Universität Zürich. Seine Forschungsschwerpunkte sind politische Soziologie, Wirtschaftssoziologie und Wissenssoziologie des gegenwärtigen Japans in komparativer Perspektive.

Dr. Simona Grano

Dr. phil., PD Sinologie, Uni Zürich

Simona A. Grano ist Privatdozentin an der Universität Zürich und Leiterin des Taiwan Studies Project an der UZH (https://www.aoi.uzh.ch/de/sinologie/forschung/taiwan-studies-project.html). Sie promovierte in Sinologie an der Ca' Foscari Universität in Venedig und hielt Forschungspositionen sowie Lehrtätigkeiten im Bereich Chinastudien und Taiwanstudien an ihrer Alma Mater, an der Universität Zürich und an der National Cheng'chi University in Taiwan. An der Universität Zürich unterrichtet sie verschiedene Kurse zu Chinas politischer Landschaft und Gesellschaft sowie zu Taiwans sozialem und politischem Wandel in den letzten 30 Jahren.

Prof. Dr. Thomas Heberer

Dr. rer.pol., Seniorprof. für Politik und Gesellschaft Chinas, Uni Duisburg-Essen

Thomas Heberer ist Seniorprofessor für Politik und Gesellschaft Chinas an der Universität Duisburg-Essen. Er studierte Ethnologie, Politikwissenschaft, Philosophie und Sinologie an den Universitäten Frankfurt/M., Göttingen, Mainz und Heidelberg, und wurde 1977 an der Universität Bremen promoviert. 1975 war er, im Rahmen seiner Dissertation, erstmals in China. Von 1977–1981 war er als Lektor und Übersetzer am Verlag für Fremdsprachige Literatur in Peking tätig, führte in der Folge regelmässig Feldforschungen in verschiedenen Provinzen Chinas und wurde so zum Zeitzeugen des ungeheuren Wandlungsprozesses. Er ist Autor, Koautor und Herausgeber von über 60 Buchpublikationen und Hunderten von wissenschaftlichen Aufsätzen in deutscher, englischer und chinesischer Sprache.

Urs Schoettli

Kolumnist, Asienberater

Urs Schoettli ist 1948 in Basel geboren und absolvierte dort sein Philosophiestudium. Von 1978 bis 1982 war er Generalsekretär der Liberalen Internationalen in London, danach bis 1991 Geschäftsführender Vizepräsident. 1983 bis 1989 war er als Südasien-Korrespondent der NZZ in Delhi tätig. 1990 bis 1995 amtete er als Iberien-Repräsentant der deutschen Friedrich-Naumann-Stiftung in Madrid und Sintra. 1996 kehrte er zur NZZ zurück und berichtete bis 1999 aus Hongkong, danach bis 2002 aus Tokio und bis 2007 aus Peking. Seit 2009 ist Urs Schoettli als selbständiger Asienexperte und Autor tätig.

Prof. Dr. Ralph Weber

Dr.rer.publ., Prof. European Global Studies, Europainstitut Uni Basel

Ralph Weber wurde 1974 in Johannesburg in Südafrika geboren und studierte Staatswissenschaften (Politikwissenschaft, Ökonomie und Recht) an der Universität St. Gallen sowie am Institut de Hautes Études Internationales et du Développement in Genf. Nach Studienaufenthalten an der Universität Hawai'i in Manoa und an der Universität Peking promovierte und lehrte er an der Universität St. Gallen. Von 2008 bis 2014 war er Oberassistent im universitären Forschungsschwerpunkt «Asien and Europa» an der Universität Zürich. 2014 wechselte Ralph Weber ans Europainstitut der Universität Basel, wo er heute als Associate Professor wirkt.

Prof. Dr. Patrick Ziltener

Dr. phil., Titularprof. Soziologie, Uni Zürich

Patrick Ziltener, Prof. Dr. phil., geb. 1967, ist seit 2008 Dozent für Soziologie und Wirtschaftsgeschichte an der Universität Zürich. 1994 bis 2000 war er als Assistent am dortigen Soziologischen Institut tätig gewesen, 2000 bis 2002 am Max-Planck-Institut für Gesellschaftsforschung (MPIfG) in Köln und 2003 bis 2005 mit einem Forschungsstipendium des Schweizerischen Nationalfonds in Ost- und Südostasien. Von 2006 bis 2009 war er wiss. Mitarbeiter im Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) und führte dort das Verhandlungssekretariat für die Verhandlungen über ein Freihandels- und Partnerschaftsabkommen Schweiz-Japan. 2021 gab er das Buch «African-Asian Relations: Past, Present, Future» heraus (online gratis erhältlich auf https://www.worldsociety.ch).

Patrick Zoll

Auslandredaktor mit Fokus Asien und Pazifik, Neue Zürcher Zeitung

Patrick Zoll studierte internationale Beziehungen in Genf und Moskau und erwarb einen Masters of Advanced Studies in Unternehmenskommunikation in Luzern. Nach vielfältigen journalistischen Tätigkeiten war er als selbständiger PR-Texter tätig. Zwei Jahre arbeitete er im Auftrag der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (Deza) beim Uno-Büro für die Koordination der humanitären Hilfe (Ocha) und der Weltgesundheitsorganisation (WHO) in Jerusalem. Seit März 2012 ist Patrick Zoll bei der NZZ, zuerst als Ostasienkorrespondent in Tokio, dann als Ozeanienkorrespondent in Sydney und seit 2018 als Asienredaktor in Zürich.