12 Mrz

„Nieder mit den Alpen! Freie Sicht aufs Mittelmeer“ forderte die Zürcher Bewegung vor fast 40 Jahren. Schwer vorzustellen – nicht nur der Blick übers flache Land nach Genua, sondern auch jene Periode, die die Schweiz so radikal umbauen wollte. Denn heute gilt: Je mehr Alpen, umso besser. Das Gebirge, unser grosses Markenzeichen, erlebt eine Renaissance sondergleichen. Es ist der letzte Hort unserer Phantasien, das Refugium der Wildnis, der Ort jenseits der Zivilisation, der grossartigen Erlebnisse, der Abgründe der eigenen Seele.

Die Ringvorlesung „Natur als Schauspiel. Geschichte der Alpenmalerei“ widmet sich der Geschichte der Alpenmalerei, die – erstaunlicherweise – mit den Holländern begann. Sie geht über die Malerei hinaus: Goethe war mehrfach auf dem Gotthard, wagte aber den Schritt über den Pass hinaus nicht. Und Richard Strauss fasste das Alpenerlebnis in Musik. In sechs Abenden versuchen wir zu verstehen, was die Alpen in der Kunst bedeuten. Und warum uns beide lieb sind: die Werke und die bergige Wildnis. Beide hängen von einander ab!

Ringvorlesung „Natur als Schauspiel. Geschichte der Alpenmalerei“
Mittwoch, 25.4. – 6.6.2018

Führung durch die Alpensammlung des Kunstmuseums Basel
Freitag, 1.6.2018, 15:00 – 16:15

Führung durch „Dutch Mountains“ im Kunst Museum Winterthur
Donnerstag, 12.7., 18:00 – 19:15

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