06 Dez

Derzeit ist die Migration über und um das Mittelmeer ein wichtiges Thema in Europa; es nährt Hoffnungen und Ängste und beschäftigt die Politik. Das war auch vor 2000 Jahren nicht anders – von der Antike bis ins Mittelalter. Die Völkerwanderung und der anschliessende Zusammenbruch des römischen Imperiums gelten heute wieder als Schreckensszenario für die Europäische Union. Davor hatten aber bereits das erstarkende Christentum und seine Verbreitung zu Spannungen und kaum überbrückbaren Gräben im römischen Reich geführt. Neue Völker in Oberitalien, Justinians Versuch, das Imperium Romanum wieder zu errichten, Pilgerzüge ins Heilige Land und die Sarazenen in Nordafrika und Spanien – der Mittelmeerraum ist auch in der Spätantike ein pulsierender Kulturraum.

„Goten, Byzantiner, Sarazenen: Das Mittelmeer in der Spätantike“
Ringvorlesung, ab Dienstag, 9.1.2018, 6x, Universität Zürich

 

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