06 Mai

Die Russische Oktoberrevolution von 1917 ist ohne Zweifel eines der bedeutendsten politischen Ereignisse des 20. Jahrhunderts. Wie kein anderes hat es das Jahrhundert geprägt und – im Rückblick – die Illusion der klassenlosen Gesellschaft ad absurdum geführt. Der Kurs „Die russische Revolution in Kurzgeschichten“ führt zuerst ein in Russlands soziokulturellen Hintergrund in den 20er-Jahren. Danach lesen und diskutieren die Teilnehmer/innen Erzählungen von Bulgakow, Zoščenko, Charms, Lunc und weiteren Autoren auf Deutsch. Dabei stehen Phänomene der postrevolutionären Gesellschaft im Zentrum.

Tatiana Arquint,
„Die russische Revolution in Kurzgeschichten“, ab Mo 22.5., 19h30, 4x, Uni Zürich

Der Untergang des Bolschewismus hat  Karl Marx, den Vater der russischen Revolution, ins intellektuelle Offside befördert. Doch die Unruhe, die die Welt befällt, die Kritik an den Exzessen des Kapitalismus, Globalisierung und millionenfache Migration haben das Interesse am scharfen Denker und Ökonomen, am Dialektiker und Manifestschreiber, neu belebt. Diese Veranstaltung gibt eine Einführung in das Denken von Karl Marx und zeigt, wie stark es in der Tradition der Aufklärung und des Liberalismus verankert ist.

Prof. Dr. Urs Marti-Brander,
„Karl Marx, Aufklärer und Liberaler“, ab Mittwoch, 6.9., 19h30, 4x, Universität Zürich Zentrum

 

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