30 Mai

Die Schwarze Madonna in Einsiedeln, Wallfahrerziel seit 1466.

Pein aushalten im Blick auf ein Ziel, sie gar vergrössern, indem man Erbsen in die Schuhe legte (die Schlaumeier kochten sie vorher weich): Wallfahren war in den meisten Religionen mehr als eine lange Wanderung. Sie war eine Form der körperlichen Selbstüberwindung, der Demut auf dem Weg zu Gott. Das Wallfahren kennen alle grossen Religionen; es war auch eine legitime Form der Welterfahrung und des Kulturaustauschs. Im Christentum existieren unzählige Pilgerstätten, mehr als eine Viertelmillion Menschen machten sich 2015 allein auf den Jakobsweg. Anlässlich der Ausstellung im Landesmuseum zu Einsiedeln und zur Wallfahrt untersucht die Reihe Beweggründe der Pilger und Formen der Wallfahrt. Der Jakobsweg und Einsiedeln als Pilgerort bilden weitere Schwerpunkte.

Ringvorlesung „Auf Wallfahrt!“,
ab Donnerstag, 4.9., 4 x, 19h30, Universität Zürich Zentrum.

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