15 Mrz

Im September 2016 übernahm die VHS die Administration der ZAL Zürcher Arbeitsgemeinschaft für Weiterbildung der Lehrpersonen. Der Verein – getragen von allen Lehrerinnen- und Lehrerverbänden des Kantons – wird vom Volksschulamt subventioniert, sein Angebot ist inhaltlich auf das Schulfeld ausgerichtet und richtet sich nach den Bedürfnissen der Lehrpersonen und Schulleitungen. Eine grosse Bereicherung für die Aktivitäten der VHS, die gleichzeitig aber neue Anforderungen mit sich bringt. Die zuständige Leiterin, Leandra Gassmann, gibt Auskunft.

Wie kam es zu diesem Mandat?

Die ZAL strebte eine komplette Neugestaltung ihres Erscheinungsbildes (Drucksachen, Website) und die Implementierung eines Webshops an und fand in der VHS Zürich die geeignete Partnerin, um dies in kürzester Zeit umsetzen zu können.

Könnte sich die ZAL denn nicht selbst verwalten?

Die Stärken der hochmotivierten ZAL-Mitarbeitenden, die aktiv in der Schulpraxis stehen, liegen in der Kursorganisation und dem Unterrichten. Daher ist alles Administrative ausgegliedert. Das ist ökonomisch und nachhaltig.

Was qualifiziert gerade die VHS Zürich für diese Aufgabe?

Zwar unterscheidet sich die Zielgruppe der ZAL von der unseren, aber die organisatorischen Abläufe sind ähnlich. Ich bin seit 2013 für die Kursplanung und Kursadministration der VHS zuständig und mit meinem Wirtschaftsstudium in VWL und BWL bestens für die Prozessoptimierung gerüstet. Meine vorausschauende Art lässt mich zudem den Überblick behalten und Probleme frühzeitig erkennen. Tatkräftige Unterstützung erhalte ich von Mirjam Neck: Während ich mich hauptsächlich um Prozessoptimierungen und Spezialfälle kümmere, erledigt sie das administrative Tagesgeschäft.

Wo liegt der Fokus bei der Betreuung der ZAL?

Wir befassen uns mit dem Layout des gedruckten Kursprogramms, verwalten die gesamten Anmeldeprozesse von der Einschreibung bis zur Teilnahmebestätigung und rechnen überdies die Honorare der Kursleitenden ab. Unterschätzt wurde im Vorfeld jedoch die Raumsuche. Die Vielfältigkeit der ZAL-Kurse setzt unterschiedlichste Kursräume voraus, wie etwa Aulen, Werkstätten, Küchen, Hörsäle und vieles mehr. Solche Räumlichkeiten zu bezahlbaren Preisen in Stadt und Kanton zu finden, nimmt oft mehrere Tage in Anspruch.

Erfinden Sie auch Kurse?

Nein, Themen und Inhalte werden von den Bereichsverantwortlichen und der Geschäftsleitung der ZAL entworfen. Vorschläge können aber auch von den Kursleitenden eingebracht werden.

Und welche Ziele wurden für 2017 gesteckt?

Was die Kursinhalte fürs Kursprogramm 2018 anbelangt, müssen alle Ausschreibungen einen Bezug zum Zürcher Lehrplan 21 aufweisen, was mit enormem Aufwand für Kursleitende und ZAL-Mitarbeitende verbunden ist. Administrativ gibt es eher eine Anzahl kleinerer Baustellen zu beheben. Etwa die Einführung einer Online-Umfrage für Kursteilnehmende oder der Übergang von ausgedruckten zu elektronischen Rechnungen. Überhaupt arbeiten wir auf den papierlosen Versand hin.

Interview: Mike Mateescu

Leandra Gassmann (Geschäftsstellenleiterin) und Mirjam Neck (Administration)

Leandra und Mirjam cropped

Kommentar