01 Mrz

Die Zeitungen sind voll von Aufarbeitungen der russischen Revolution, die im Oktober 20176 den Höhepunkt erreichte. Mit der Machtübernahme der Bolschewiken unter Lenin begann eine blutige Periode – der Bürgerkrieg dauerte noch bis 1922, Millionen Menschen kamen um, am Ende stand die kommunistische Herrschaft, die sich unter Stalin zu einem Terrorregime entwickelte. Nach dem Sieg der Alliierten – Engländer, Amerikaner und Russen – über Nazideutschland standen sich die beiden Blöcke Ost und West im Rahmen des Kalten Krieges gegenüber.

Doch 1917 herrschten noch Aufbruchsgeist und Zukunftseuphorie. Die Welt sollte, wie Marx es formulierte hatte, vom Kopf auf die Füsse gestellt werden. Der Aufbruchsgeist manifestierte sich sozial, wirtschaftlich und künstlerisch. Die russische Avantgarde hat die europäische Kunst stark beeinflusst. Deshalb thematisiert die VHS im Sommerprogramm das ästhetische Erbe der russischen Revolution in mehreren Kursen. Hier ein paar Abstecher in jenes Reich, das 1917 einen Sechstel der Erdoberfläche umfasste:

Dr. Ekaterina Emeliantseva Koller
„Frauen in der russischen Geschichte“, ab Mi 26.4., 4x, 19h30, Uni Zürich

Andreas Jahn,
„Russische Kunst-Revolutionen“, ab Fr 28.4., 2x, 14h30, Kunstsalon im Haus Bärengasse

Freddie Rottenschweiler,
„Musik und Revolution“, ab Fr 8.9., 14h15, 5x, Haus Bärengasse

Tatiana Arquint,
„Die russische Revolution in Kurzgeschichten“, ab Mo 22.5., 19h30, 4x, Uni Zürich

 

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