07 Mrz

Schāh Ismā’il Abu’l-Mozaffar bin Scheikh Haydar bin Scheikh Junayd Safawī (1487-1524), Begründer der Safawiden-Dynastie

Nicht erst seit der Westen Fernost als günstigen Produktionsstandort entdeckt hat, ist Asien ein unentbehrlicher Knotenpunkt des Welthandels. Als portugiesische Seefahrer am Ende des 15. Jahrhunderts den Indischen Ozean erreichen, finden sie ein ausgebautes Handelsnetzwerk zwischen Indien, China, der arabischen Halbinsel und Afrika vor. Es ist die Zeit grosser Umwälzungen. In China wird die Ming- durch die Qing-Dynastie abgelöst. Im zentralisierten Mogulenreich auf dem indischen Subkontinent blüht eine indio-muslimische Kultur auf. Die Annexion Sibiriens durch Russlandwird dereinst die Forschung begünstigen. In Persien legen die Safawiden den Grundstein für den iranischen Nationalstaat, während die Osmanen ein bürokratisch geprägtes Imperium aufbauen, das bis ins frühe 20. Jahrhundert bestehen und enge Verbindungen nach Europa unterhalten wird.

Ringvorlesung Geschichte Asiens: Die Frühe Neuzeit (16. – 18. Jh.)

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