11 Mai

Kunst, wie wir sie kennen, ist eine junge Erscheinung. Erst die Aufklärung hat den Künstler geboren, der aus der eigenen Inspiration (auch sie letztlich ein Hauch Gottes…) schöpft und das erst noch in Freiheit. Bis ins späte 18. Jahrhundert waren Künstler meist Auftragskünstler; seit dem Mittelalter v.a. von Herrschen, Adligen und reichen Kaufmännern. Vorher hiess die erste und einzige Kunstförderin „katholische Kirche“. Bevor die Mehrheit der Gläubigen lesen konnte und bevor es überhaupt eine deutschsprachige Bibel gab – beides ein Verdienst der Reformation – stellte die Kirche die Kunst in den Dienst des Glaubens. Erstaunlich, dass trotzdem grossartige Kunst entstand? So ist es. In diesem zweiteiligen Kurs geht Stephan Sievers der künstlerischen Qualität der christlichen Ikonographie nach. Ästhetische Erlebnisse als Erlebnisse besonderer Spiritualität? Analysieren Sie mit!

Kunst und christliche Ikonographie, Teil I.

Kunst und christliche Ikonographie, Teil II: Neues Testament und Heiligenlegenden.

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