28 Feb

Zürich feiert Dada. Doch feiert Dada auch Zürich? Schwer vorzustellen, dass die Dadaisten der ersten Stunde – Hugo Ball, Emmy Hennings, Tristan Tzara, Hans Arp mit dem Jubiläumsevent 2016 glücklich geworden wären. Sie stemmten sich vielmehr gegen die Vereinnahmung, gegen die organisierte Anständigkeit, gegen die Vermarktungs- und Verwertungslogik. Gerade deshalb musste Dada eine flüchtige Sache bleiben, der gehauchte Ahnung einer anderen Welt.

Dieser Haltung will die VHS mit der Ringvorlesung „Dada. Lob des Hintersinns“ nachspüren. Was trieb die Dadaisten an (ausser die Flucht vor dem Ersten Weltkrieg)? Wohin verschlug es sie? Wollten sie eine globale Bewegung werden, oder machte die Anfang des 20. Jahrhunderts erstmal um den Globus verkabelte Welt, nach aufregenden Neuigkeiten gierige Welt daraus, was in den Zeitgeist passte?

Die siebenteilige Ringvorlesung ergänzen wir mit drei Exkursionen:

„Auf den Spuren der Dadaisten in Zürich“ als Stadtspaziergang zwischen Cabaret Voltaire und Bahnhofstrasse mit dem Dada-Kenner Raimund Meyer.

„Dada Afrika“ im Museum Rietberg mit den beiden Kuratorinnen.

„Francis Picabia“ im Kunsthaus Zürich mit der Kunsthistorikerin Anna Bähler.

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