01 Jun

  • By Pius Knüsel
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Überall in Europa entwickelten sich im 19. Jahrhundert esoterisch-mystische Strömungen und Praktiken von neuartigem Gepräge. Als „Schatten der Moderne“ begleiten, verweigern sie sich der technisch-industriellen Modernisierung. Die Orientierung am neuen wissenschaftlich-positivistischen Paradigma führt zum schmerzhaften Verlust des religiös metaphysischen Weltbilds, bzw. des emphatischen Verhältnisses zur Welt. Diese Gegenbewegung, zusammengefasst im Okkultismus, umfasst Messerismus, Spiritismus, Esoterik, Theosophie, Parapsychologie. Viele Künstler liessen sich vom Interesse am Verborgenen inspirieren, aber auch Erzieher wie Rudolf Steiner bezogen daraus wichtige Anregungen.

Die von der Fribourger Okkultismus-Spezialistin konzipierte Ringvorlesung geht der Frage nach Entstehung des Okkultismus und seiner Ausstrahlung in die Gegenwart nach. Ein Abend dreht sich um Rudolf Steiner, ein weiterer um den Zürcher Parapsychologen Oskar R. Schlag.

Okkultismus, der Schatten der Moderne.